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Konzept Krippe

Das Kinderhaus hat den Auftrag zur Bildung, Erziehung und Betreuung gemäß dem neuen Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz / BayKiBiG.

Wir arbeiten an Hand des neuen Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung/ BEP.

Unser Ziel ist es, die Eltern - und Kinder-interessen, soweit wie möglich in unsere pädagogische Arbeit einzubinden. Im Mittelpunkt unserer Überlegungen und unseres Handelns steht immer das „Wohl der Kinder“.

Der Leitsatz des Teams ist die stetige Verbesserung und Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit mit dem Schwerpunkt „zum Wohl des Kindes“, in Einbeziehung der Interessen von Eltern, Kinderhaus-Team und Träger.

Auf dem spannenden und anspruchsvollen Weg, Ihrem Kind positive Startbedingun-gen zu bieten, möchten wir Sie in Ihrer Erziehungsarbeit gerne unterstützen. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist, dass sich zwischen Eltern und Erziehern eine konstruktive Zusammenarbeit entwickelt.

Wir freuen uns auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihnen und wünschen, dass Ihr Kind gerne zu uns ins Kinderhaus kommt und sich hier wohl fühlt.

Das Kinderhausteam und Edith de Bortoli Kinderhausleitung

Die Gemeinde Schondorf ist Träger des Schondorfer Kinderhauses.

Den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit mit Kindern im Alter von 0-6 Jahren stellt die Stärkung der Basiskompetenzen dar:

Personale Kompetenz:

- Selbstwahrnehmung
- Selbstwertgefühl

Motivationale Kompetenz

- Positives Selbstkonzept - Autonomie erleben
- Kompetenz erlernen
- Selbstregulation
- Neugier und individuelles Interesse

Kognitive Kompetenzen

- Differenzierte Wahrnehmung - Denkfähigkeit
- Gedächtnis
- Problemlösefähigkeit
- Phantasie und Kreativität

Physische Kompetenz

- Eigenverantwortung für Gesundheit und Wohlbefinden
- Grob- und feinmotorische Kompetenz
- Eigenregulierung von körperlicher Anspannung u. Entspannung

Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext:

Soziale Kompetenz

- Gute Beziehungen zu Erwachsenen
- Gute Beziehungen zu Kindern
- Empathie / Einfühlungsvermögen und

Perspektivenübernahme

- Kommunikationsfähigkeit
- Kooperationsfähigkeit
- Konfliktmanagement

Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz

- Werthaltungen
- Moralische Urteilsbildung
- Unvoreingenommenheit
- Sensibilität und Achtung von Andersartigkeit und Anderssein
- Solidarität

Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme

- Verantwortung für das eigene Handeln
- Verantwortung anderen Menschen gegenüber
- Verantwortung für Umwelt und Natur

Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe

- Akzeptieren und Einhalten von Gesprächs- u. Abstimmungsregeln
- Einbringen und Überdenken des eigenen Standpunkts

Lernmethodische Kompetenz – Lernen wie man lernt:

- Kompetenz neues Wissen bewusst, selbst gesteuert und reflektiert zu erwerben
- Kompetenz , erworbenes Wissen anzuwenden und zu übertragen
- Kompetenzen, die eigenen Lernprozesse wahrzunehmen, zu steuern und zu regulieren

Kompetenz im Umgang mit Veränderungen und Belastungen Widerstandsfähigkeit/ Resilienz:

- Wahrnehmung von Bedingungen und Situationen
- Erkennen eigener Gefühle u. Reaktionen im Umgang mit solchen Situationen
- Kennen lernen und Einüben günstiger Bewältigungsstrategien
- Aktive Rolle einnehmen, keine Opferrolle
- Fähigkeit gefährliche Einflüsse zu erkennen und sich schützen

Übergänge des Kindes und Konsistenz im Bildungsverlauf begleiten und fördern

- Übergang von der Familie in die Tageseinrichtung
- Übergang von der Krippe in den Kindergarten
- Übergang in die Grundschule

Umgang mit individuellen Unterschieden und soziokultureller Vielfalt

- Kinder verschiedenen Alters
- Geschlechtersensible Erziehung
- Interkulturelle Erziehung/ Integration von ausländischen Kindern
- Integration und Förderung von Kindern mit Behinderung
- Kinder mit Hochbegabung

Werteorientiert und verantwortungsvoll handelnde Kinder

- Werteorientierung und Religiosität
- Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte

Sprach- und medienkompetente Kinder

- Sprache und Literatur
- Informations- und Kommunikationstechnik, Medien

Fragende und forschende Kinder

- Mathematik
- Naturwissenschaft und Umwelt

Künstlerisch aktive Kinder

- Ästhetik, Kunst und Kultur
- Musik und Gesang

Starke und gesunde Kinder

- Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport
- Gesundheit

Unser Kinderhaus arbeitet auf der Basis einer ganzheitlichen, alters- und entwicklungsgemäßen, situations-orientierten und partnerschaftlichen Erziehung.

Sie als Eltern sind die wichtigsten Bezugspersonen für Ihr Kind, die niemand ersetzen kann und will. Unser Ziel ist es eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihrem Kind aufbauen, damit es sich wohl und geborgen fühlt und Sie beruhigt zur Arbeit /nach Hause gehen können.

Im Vorfeld steht Ihrem Kind und Ihnen als Familie eine feste Bezugsperson / Eingewöhnerin zur Seite, die Sie und Ihr Kind besonders in der Eingewöhnungszeit begleiten und unterstützen wird.

a. Anmeldung mit persönlichem Gespräch 
b. Einführungselternabend
c. Schnuppernachmittag
d. Erstgespräch / Kennen - Lerngespräch: Individuelles Gespräch mit den Gruppenteam
    (Empfehlung: ohne Kind)
e. Zeitlich gestaffelte Eingewöhnung Ihres Kindes in der Krippengruppe ca. 2-4 Wochen
f. Elterngespräch nach ca. 2-3 Monaten

Die Eingewöhnung dauert individuell sehr unterschiedlich ca. 2-4 Wochen, auch wenn es Ihrem Kind gefällt. Ihr Kind bestimmt das Tempo des Voranschreitens in der Eingewöhnungszeit. So können einzelne Phasen länger dauern, verkürzt sein oder auch übersprungen werden.

Die Eingewöhnungszeit sollte sehr bewusst und behutsam gestaltet werden. Von ihr hängt es maßgeblich ab, wie sich Ihr Kind in die Krippengruppe integriert und wohl fühlen kann.
Deshalb sollten wir uns gemeinsam Zeit nehmen, keinen Druck ausüben, aber dennoch klare und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen.

Eingewöhnungsphase 1: „Gruppe kennen lernen“

1 Stunde mit Elternteil
8.30 – 9.30 Uhr /ca. 1-3 Tage

Erzieherunterstützung:

  • In der täglichen engen Kommunikation der Eingewöhnerin mit Ihnen wird die Eingewöhnung Ihres Kindes reflektiert und der folgende Tag besprochen.

  • Während der Eingewöhnung sollte die Eingewöhnerin nicht wechseln, um Stabilität zu sichern und Kontinuität zu gewährleisten. (Ausnahmen wegen Krankheit möglich)

  • Eine zweite Gruppenbetreuerin
    sollte in der Regel von Anfang an mit bei der Eingewöhnung dabei sein, um ebenfalls Kontakt zu Ihrem Kind und zu Ihnen als Eltern zu bekommen.

    Elternunterstützung:

  • Eingewöhnung soll in der Regel von ein und derselben familiären Person durchgeführt werden,

    Abweichungen sind im Einzelfall zu besprechen. (Bitte Hausschuhe mitbringen)

  • Die Eingewöhnerin begleitet das Kind bei seinem Tun und geht auf Ihr Kind aktiv zu.

  • Nach den ersten Kontaktversuchen Ihres Kindes sollten Sie sich möglichst passiv und beobachtend verhalten.

  • Durch Ihren ungestörten bestätigten Blickkontakt zu Ihrem Kind verstärken Sie dessen Sicherheit und Tun.

  • Teilweise holt sich Ihr Kind bei Ihnen Bestätigung und Sicherheit durch kurze Blickkontakte und auch mit kurzen Körperkontakten, d.h. die sichere Anlaufstelle.

  • Wichtig!
    Bitte verhalten Sie sich auch gegenüber anderen Kindern und anderen Erwachsenen passiv, da ansonsten Ihr Kind eifert, sofort zurückkommt und nicht in Ruhe weiter agieren kann.

  • Auch wenn Ihr Kind bei offener Zimmertür den Raum verlässt, bleiben Sie im Zimmer als sichere Anlaufstelle.

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Eingewöhnungsphase 2: „Kurze Abschiede und Einführung des Abschiedsrituals“

1 Stunde / ab 8.30 Uhr
Erster Teil mit Ihnen - davon bleibt ihr Kind die letzten 5-15 Min. alleine

Elternunterstützung:

  • Es ist wichtig das Sie sich von Ihrem Kind bei jeder Trennung bewusst verabschieden, den Abschied möglichst kurz halten und versuchen, dem Kind eine positive Haltung zu demonstrieren. Die „normale“ Bringsituation wird simuliert und das gleich bleibende Abschiedsritual damit geübt.

  • Die Übergabe des Kindes vom Elternteil an die Eingewöhnerin erfolgt individuell z.B. vom Arm des Elternteiles auf den Arm der Erzieherin oder auch über Blickkontakt oder mit Spielaufforderung.

  • Bei den ersten Trennungen müssen Sie im Haus bleiben damit Sie ständig erreichbar sind. Es ist ein Wartebereich für Eltern vorhanden.

  • Nach einer Besuchspause z.B. Wochenende bleiben die Besuchszeiten gleich.

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Eingewöhnungsphase 3: „Die eigenständige Gruppenzeit wird verlängert“

1 Stunde / ab 8.30 Uhr
Erster Teil mit Ihnen - davon bleibt Ihr Kind die letzten 30 Min. allein

Elternunterstützung:

  • Die Trennungszeit wird verlängert, nicht die Anwesenheit des Elternteils.

  • Es ist wichtig, dass die Eltern beim Bringen und Abholen ihres Kindes zeitnah die Einrichtung verlassen.

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Eingewöhnungsphase 4: „Kind geht sofort ohne Eltern in die Gruppe“

1 Stunde / ab 8.30 Uhr das Kind bleibt ohne Sie

Elternunterstützung:

Sie verabschieden sich gleich beim Bringen.

Die Abholzeit verlängert sich langsam je nach Stabilität Ihres Kindes.

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Eingewöhnungsphase 5: „Ihr Kind isst mit“

Bis 11.45 Uhr
Ihr Kind isst mit und erlebt schon, wie die anderen Kinder zum Schlafen umgezogen werden.

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Eingewöhnungsphase 6:  "Ihr Kind schläft mit und die Gruppenzeit wird verlängert“

Ihr Kind schläft nun auch. Die Abholzeit steigert sich dann langsam, abhängig vom Wohlbefinden Ihres Kindes und der Buchungszeit.

Spielen ist ein elementares Bedürfnis von Kindern und ihre Methode, sich die Welt anzueignen und die eigenen Stärken zu entwickeln. Das Spiel ist die Grundlage unserer Kinderhauspädagogik. Auf dieser Basis wechseln sich Bewegung und Ruhe, Rhythmik und Sport sowie der Aufenthalt drinnen und draußen ab.

Einzelintegration bedeutet, dass auch Kinder mit geistigen, körperlichen oder seelischen Defiziten in eine Regelkindergruppe aufgenommen werden.
Dabei werden alle Kinder durch das Erleben von unterschiedlichen Persönlichkeitsstrukturen sensibel für die verschiedenen Bedürfnisse und Fähigkeiten von Menschen. Sie entwickeln Verständnis und Toleranz im Einsatz ihrer individuellen Fähigkeiten.

Die Auswirkungen auf die Gruppe sind:

  • Reduzierung der Gruppenstärke

  • Zusätzliche Betreuung dieser Kinder durch Fachdienst in der Gruppe

Im Projekt „Spielzeugfreier Kindergarten - Kinder stark machen“ wird das Team laufend weitergebildet.

Das ca. dreimonatige Projekt wird in der Regel einmal jährlich angeboten.

Wichtige Ziele in dieser Zeit sind die Steigerung der Lebenskompetenzen:

- Personale Kompetenz
- Kompetenz zum Handeln im sozialen Kontext - Kommunikations- u. Sprachkompetenz
- Lernmethodische Kompetenz
- Kreativität und Forschergeist
- Kompetenz im Umgang mit Veränderungen und Belastungen Widerstandsfähigkeit / Resilienz

Die ausführliche Eltern-Projektinformation erhalten Sie gerne nach Wunsch.

Förder-Ziele:

- Konzentration
- Sprachfreudigkeit / Wortschatz / Ausdrucksweise
- Wahrnehmung, Satz- / Wortunterschiede, Anlaute erkennen
- Einblicke in die Struktur der gesprochenen Sprache geben

Praktische Umsetzung:

Lautspiele, Reime, Wortspiele, Spiel mit Bilderkarten, Bewegungsspiele

Der Kinderkrippentag in den alters-gemischten Gruppen ( 11 Mon. – 3,6 Jahre) ist unterteilt in freies Spiel, individuellen Pflegeeinheiten und in gezielte pädagogische Angebote.

Die folgenden Tageseinteilungen werden individuell auf die Tagesform der Gruppenkinder abgestimmt. Die kindliche Spontaneität und Aktivität wird so gestützt und gefördert.

Tagesablauf

7.30 – 8.00 Uhr Frühdienst

findet gemeinsam in der Mäusegruppe statt
Bringzeit: Die Türschließzeiten 7.30 Uhr – 8.45 Uhr sowie die Mittagsabholzeiten sind zentral über eine Zeitschaltuhr geschalten. Um die pädagogische Zeit mit den Kindern nicht zu stören bitten wir Sie die Türschließzeiten einzuhalten.

8.00 – ca. 8.30 Uhr Freispiel mit Brotzeit

Im Freispiel kann das Kind Spielpartner, Material, Ort und Zeit selbständig wählen - im Haus oder im Garten.

8.00- 9.15 Uhr gleitende Brotzeit

Während dem Freispiel wird gemeinsam oder gleitende Brotzeit gemacht.

8.30 – 8.45 Uhr Morgenkreis

8.45 – 11.00 Uhr Freispielzeit und gezielte u. geleitete pädagogische Angebote / Projekte - im Haus oder im Garten

Freispiel:

Wir bieten den Kindern die Möglichkeit in der Halle, im Werkraum, im Turnraum, im Bällebad, mit der Bewegungsbaustelle, mit den Fahrzeugen und im Garten zu spielen.

Pädagogisches Angebot

Das pädagogische Angebot beinhaltet Bilderbuchbetrachtung, bildnerisches Gestalten, Gespräche, Rhythmik - und Bewegungserziehung, Lieder singen, mit verschiedenen Materialien vertraut werden und vieles andere mehr.

Einmal in der Woche findet statt:

  • -  ein Turntag

  • -  ein gruppenübergreifende altersentsprechende Projekte mit beiden Krippengruppen

  • -  ein Kinderhaus übergreifender Singkreis

11.00 – 11.30 Uhr Mittagessen

Siehe Nr. 6 Essen

11.30 – 11.45 Uhr Körperhygiene

Zähne putzen, Mund- und Hände waschen, Ausziehen / Siehe Nr. 7 Hygienemaßnahmen

11.45 – 13.30 Uhr Mittagsschlaf

Ruhezeit / siehe Nr. 8 Schlafen

11.50 – 12.00 Uhr Abholzeit/12h

13.30 – 14.00 Uhr Aufwachen, Wickeln und Freispiel mit kleinem Obst- Imbiss

13.50 – 14.00 Uhr Abholzeit/14h

14.00 – 15.00 Uhr Freispielzeit mit gezielten u. geleiteten pädagogische Angeboten

15.00 Uhr gemeinsame Brotzeit

15.30 – 17.00 Uhr Garten oder Spielhalle

Wickeln nach Bedarf

Das tägliche Spiel im Garten an der frischen Luft ist uns sehr wichtig.

16.00– 17.00 Uhr Abholzeit